21. April 2011 08:59 Uhr
Wie das Universum kurz nach dem Urknall ausgesehen hat, dafür gibt es viele Theorien. Nachprüfen lassen sich allerdings die wenigsten von ihnen. Zwei US-Forscher beschreiben nun einen Test für eine Theorie, die an den Rand der menschlichen Vorstellungskraft geht (im Fachblatt Physical Review Letters). Demnach war das Universum bei seiner Entstehung eindimensional, also in einem einzigen Punkt ohne Ausdehnung konzentriert. Anschließend breitete es sich auf zwei Dimensionen aus, also eine Ebene, bevor es wie heute dreidimensional wurde. Den Vermutungen zufolge müsste sich auch noch eine vierte Dimension bilden - oder sie existiert bereits.
Stimmen die Annahmen, könnten sie angeblich bei mehreren großen Fragen der Physik weiterhelfen, zum Beispiel, warum sich das Universum immer schneller ausdehnt.
Ob die Theorie Hand und Fuß hat, ließe sich nach Angaben der Wissenschaftler mithilfe der Laser Interferometer Space Antenna, kurz LISA, messen. Der Detektor erfasst Gravitationswellen. Aus den Zeiten, während denen es das Universum nur in 1-D und 2-D gab, dürfte LISA keine Wellen empfangen. Auf das Ergebnis müssen wir allerdings noch warten. LISA wird gerade von NASA und ESA entwickelt und soll erst im Jahr 2019 ins All geschickt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)