21. April 2011 10:53 Uhr
Großstädte sind wahre Minen an Rohstoffen. In Gebäuden lagern mineralische Baustoffe, im Stromnetz Massen an Stahl, Kupfer und Blei. Der Ökonom Rainer Lucas vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie sagt daher: "Wir brauchen eine anthropogene Bodenschatzkarte." In der deutschen Ausgabe des Fachblatts "Technology Review" erklärt er, derzeit müsse noch jedes Haus einzeln auf seine Ressourcen untersucht werden. Zwar werde laut Abfallstatistik ein Großteil des Bauschutts recycelt, das meiste davon lande aber zerkleinert im Fundament von Straßen und Tiefbau.
Auch auf deutschen Mülldeponien lagern laut dem Bericht Millionen von Euro in Form von Metallen. Nach Schätzungen könnte das Eisen aller deutschen Müllberge den hiesigen Verbrauch für ein ganzes Jahr decken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)