21. April 2011 13:57 Uhr
Ein Pokal für das Dorf, das am wenigsten Strom verbraucht. Solche spielerischen Anreize sollte die Politik schaffen, um Menschen zum Energiesparen zu bewegen, meint ein Forscherteam des Max-Planck-Istitutes für Ökonomik in Jena. Gruppen handelten nämlich dann besonders uneigennützig, wenn sie im Wettbewerb mit anderen stünden.
In einem Experiment sollten die Mitglieder mehrerer Gruppen Geld auf eigene Konten oder ein Gruppenkonto verteilen. Nach jeder Spielrunde wurde das Geld auf dem Gruppenkonto erhöht. Egoistisches Handeln half also nur Einzelnen, schadete aber der Gruppe.
Einige Gruppen standen auch in Konkurrenz zueinander. Bei ihnen gewann am Ende die Gruppe mit dem bestgefüllten Gemeinschaftskonto. Die Forscher stellten fest: Sobald eine Wettbewerbssituation besteht, arbeitet eine Gruppe enger zusammen. Ein Energiespar-Wettbewerb könne also den sozialen Druck auf Energieverschwender erhöhen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)