25. April 2011 08:10 Uhr
Züricher Forscher haben nach eigenen Angaben einen Schlüsselfaktor für die Entstehung von Multipler Sklerose entdeckt.
MS ist eine nicht heilbare Entzündung des zentralen Nervensystems, die zum Beispiel Sehstörungen und Lähmungserscheinungen hervorrufen kann. Bei der Krankheit greift das Immunsystem versehentlich den eigenen Körper an. Die Schweizer Wissenschaftler haben nun einen Botenstoff gefunden, ohne den MS gar nicht ausbrechen kann. Wie sie in einem Fachmagazin berichten, handelt es sich um das Molekül GM-CSF, das unter anderem Wachstum und Spezialisierung von Zellen beeinflusst. Bei genetisch veränderten Mäusen ohne das Molekül sei MS gar nicht ausgebrochen. Hätten sie den Botenstoff neutralisiert, seien kranke Mäuse sogar geheilt worden. Ende des Jahres wollen die Forscher nun eine Studie an Menschen beginnen. Die Wissenschaftler warnen allerdings vor zu viel Optimismus. Ob MS-Patienten von der Erkenntnis tatsächlich profitierten, sei noch nicht sicher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)