26. April 2011 06:53 Uhr
Die Entscheidung hatte im April 2010 für Aufregung gesorgt: Fast eine Woche lang war in weiten Teilen Nordeuropas der Luftraum gesperrt. Der Grund: Vulkanasche in der Luft. Forscher aus Island und Dänemark urteilten jetzt: Die Entscheidung war richtig. Ihrer Studie zufolge waren die Aschepartikel besonders hart und scharfkantig. Sie hätten zum Ausfall von Flugzeugtriebwerken führen und Flugzeugscheiben völlig blind schmirgeln können. Die Wissenschaftler schreiben über ihre Studie in der US-amerikanischen Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences". Der isländische Vulkan Eyafjallajökull war am 4. April 2010 ausgebrochen und hatte wochenlang Aschewolken gespuckt. Vom 15. bis 20. April wurde deshalb in weiten Teilen Nordeuropas der Luftraum gesperrt. Mehr als 100.000 Flüge wurden gestrichen, schätzungsweise zehn Millionen Reisende waren davon weltweit betroffen. Die Ausfälle kosteten die Fluggesellschaften mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)