26. April 2011 08:52 Uhr

Wir erinnern: Vor 125 Jahren will Bismarck mit einem Gesetz den deutschen Einfluss in Polen erhöhen

Unseren Blick in die Geschichte richten wir ins heutige West-Polen. Vor 125 Jahren begann dort mit einem Gesetz ein "Kampf um den Boden". Ein Teil des Landes gehörte damals zu Preußen und damit dem deutschen Kaiserreich an. Denn auf dem Wiener Kongreß 1815 war Polen zwischen Österreich-Ungarn, Rußland und Preußen aufgeteilt worden. Unter dem damaligen deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck wurde am 26. April 1886 das Ansiedlungsgesetz verabschiedet. Bismarck wollte einen Teil Polens wie er es nannte "assimilieren und germanisieren". Das Gesetz sollte dabei helfen und die Zuwanderung deutscher Siedler begünstigen. Für diese wurde es einfacher, polnischen Besitz zu kaufen, da die Vergabe und der Verkauf durch das Gesetz stärker vom Staat gelenkt wurden. Das Gesetz verschärfte den lang andauernden Konflikt zwischen Deutschen und Polen. Erst nach dem Ende des 1. Weltkriegs wurde wieder ein eigenständiger polnischer Staat gegründet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)