26. April 2011 09:05 Uhr
Die Bundesregierung zeichnet sich derzeit nicht durch große Tatkraft aus. Das sagte der SPD-Innenexperte, Dieter Wiefelspütz, im Deutschlandradio Kultur in Bezug auf die Flüchtlingsfrage. Es werde nach einem Reflex gehandelt, bloß keine Flüchtlinge aus Nordafrika in Deutschland aufnehmen zu wollen. In Europa fehle ein fairer Ausgleich für den Fall, dass es zu größeren Flüchtlingszahlen komme. Ein System der Lastenverteilung sei nötig. Laut Wiefelspütz nimmt momentan jeder nur die eigenen Interessen wahr. Stattdessen sollten sich die Länder gegenseitig unterstützen. Deutschland müsste eigentlich ein Motor einer fortschrittlichen Lösung sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)