27. April 2011 10:09 Uhr
Zur Wende träumte die Politik von "blühenden Landschaften" in Ostdeutschland. Heute sieht die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" dagegen verblühende Landschaften. Sie bezieht sich dabei auf die demographischen Probleme von Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland habe 1990 mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren die jüngste Bevölkerung gehabt. Dann seien viele junge Menschen aber abgewandert, weil sie keine Arbeit gefunden hätten. Heute habe Mecklenburg-Vorpommern deswegen die älteste Bevölkerung in Deutschland - mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren. Das soll noch weiter ansteigen.
Was für das Land ein Problem ist, bezeichnete der Wissenschaftler Rembrandt Scholz im FAZ-Artikel als "faszinierendes soziologisches Problem". In Mecklenburg-Vorpommern sei bereits Gegenwart, was anderen Ländern in zehn, zwanzig Jahren bevorstehe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)