27. April 2011 10:09 Uhr
Die Haftverschonung für den Berliner U-Bahn-Schläger ist ein falsches Signal nach außen. Das sagte Christian Pfeiffer, der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Pfeiffer erklärte in der ARD, er könne nicht nachvollziehen, dass der junge Mann wieder ganz normal zur Schule gehe, als ob nichts wäre. Es wirke so, als ob der Staat schwach sei. Mit dem Vorwurf des versuchten Totschlags wäre Pfeiffer zufolge eine Fluchtgefahr problemlos zu begründen gewesen - und die gilt als Haftgrund.
Nach dem Überfall auf einen 29-Jährigen auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße in Berlin hatten sich am Wochenende beide Täter gestellt. Gegen den 18-Jährigen mutmaßlichen Haupttäter erging ein Haftbefehl, er kam aber unter Auflagen auf freien Fuß. Er soll das Opfer verprügelt und bis zur Bewußtlosigkeit getreten haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)