28. April 2011 15:38 Uhr
Für Oliver Brüstle wird es im Sommer schwer. Der Neurobiologe steht dann in Luxemburg vor dem Europäischen Gerichtshof. Es geht um die Frage, ob Forschungsergebnisse, die an embryonalen Stammzellen gewonnen wurden, patentiert werden dürfen.
Oliver Brüstle hatte ein Patent angemeldet bei dem sich aus menschlichen embryonalen Stammzellen Ersatzzellen für das Gehirn oder das Rückenmark produzieren lassen. In dem Rechtsstreit ergreifen nun 13 europäische Forscher Partei für Brüstle. In einem im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Brief kritisieren sie den Vorschlag des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs, Yves Bot. Er will Patente verbieten lassen, die eine Nutzung embryonaler Stammzellen beinhaltet. Die Wissenschaftler betonen, dass embryonale Stammzellen "Zelllinien und keine Embryonen" seien. Ihr Argument: Da mittlerweile mehr als 100 Zelllinien vorgehalten würden, sei die Sorgen, menschliche Embryonen könnten kommerzialisiert werden, unangebracht
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)