29. April 2011 08:53 Uhr
Am Ende noch ein Blick in die Geschichte: Vor 95 Jahren wird der irische Osteraufstand niedergeschlagen.
Unmittelbar nach Ostern, am 24. April 1916, bricht in Dublin ein irisch-republikanischer Aufstand aus. Mit Gewalt wollen einige Iren die Unabhängigkeit von Großbritannien erzwingen. Sie besetzen strategisch wichtige Punkte der Stadt und rufen die Unabhängigkeit Irlands aus. Schnell beginnt der britische Gegenangriff: Über die gesamte irische Insel wird das Kriegsrecht verhängt. Es brechen Straßenkämpfe aus; über 400 britische Soldaten und eine unbekannte Zahl von Iren werden dabei getötet.
Sechs Tage später, am 29. April 1916, endet der Auftstand. 15 irische Anführer werden später von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und erschossen.
Obwohl der Osteraufstand niedergeschlagen wurde, ist er für viele Iren heute ein Symbol für die Unabhängigkeit von England. Fünf Jahre nach dem Osteraufstand, 1921, kam es dann zu einem Vertrag, der 26 von 32 irischen Regionen die Unabhängigkeit von Großbritannien garantierte. Die restlichen sechs Regionen bildeten Nordirland und blieben Teil des Vereinigten Königreichs.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)