2. Mai 2011 16:52 Uhr

Bulgarien erlässt Stör-Fangverbot

Das Geschäft mit Stör-Kaviar läuft gut - zugut, denn die Fische sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Jetzt hat Bulgarien ein Fangverbot erlassen. Es gilt zunächst für ein Jahr für die Donau und das Schwarze Meer, 2012 soll es auf fünf Jahre ausgeweitet weden. Im Nachbarland Rumänien gilt bereits seit fünf Jahren ein solches Verbot. Die Donau fließt außerdem noch durch Deutschland, Österreich, die Slowakei und Serbien.

Die meisten Donau-Störe leben im Schwarzen Meer und schwimmen zum Laichen stromaufwärts. Noch vor etwas mehr als 100 Jahren kamen sie in der Donau bis Österreich und Deutschland vor. Dann aber wurde der Fluss eingedämmt, Laichplätze gingen verloren und zu viele Störe aus der Donau gezogen: Mittlerweile stehen alle Arten auf der Roten Liste.

Der Handel mit Stör-Kaviar ist nämlich ein äußerst lukratives Geschäft: Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF kostet ein Kilo mehr als 6.000 Dollar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)