3. Mai 2011 07:25 Uhr

Studie: Hai-Tourismus in Palau bringt hohe Einnahmen

Tot oder lebendig? Was den wirtschaftlichen Wert eines Hais betrifft, ist die Antwort eindeutig: Lebendig! Das Australische Institut für Meereswissenschaften hat im Pazifik-Inselstaat Palau untersucht, wie hoch die Tourismuseinnahmen durch Haie sind. Das Ergebnis: Pro Hai geben die Urlauber dort jedes Jahr umgerechnet rund 120.000 Euro aus. Auf die durchschnittliche Lebenszeit eines Hais hochgerechnet seien das Einnahmen von fast 1,3 Millionen Euro - und damit deutlich mehr als der Verkauf des Haifleisches einbrächte. Palau war 2009 das erste Land, das seine Hoheitsgewässer komplett zum Hai-Schutzgebiet erklärte. Inzwischen machen Hai-Tauchtouren der Studie zufolge acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Palau aus. Außerdem zahle die Branche jedes Jahr mehr als eine Million Dollar an Löhnen. Vor allem in China werden Haiflossen als Delikatessen gehandelt. Durch die Jagd sind viele Haiarten vom Aussterben bedroht. Denn die Raubfische werden erst spät geschlechtsreif und zeugen zudem nur wenig Nachkommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)