3. Mai 2011 10:57 Uhr

Japan: DNA-Datenbank soll bei Identifizierung von Tsunamiopfern helfen

Eine DNA-Datenbank soll helfen. Die Behörden in Japan wollen sie einrichten, um die zahlreichen Opfer des Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März zu identifizieren. Japanische Medien berichten, dass die Polizeibehörden im Nordosten des Landes demnächst Angehörige um DNA-Proben von Vermissten bitten werden - zum Beispiel auf Gegenständen, die den Vermissten gehörten. Die Nachrichtenagentur Kyodo geht davon aus, dass dadurch innerhalb kürzester Zeit zehntausende Erbgutproben zusammengetragen werden könnten. Durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami in Japan waren nach neuen Angaben fast 15.000 Menschen ums Leben gekommen. Knapp 11.000 werden noch vermisst. Fast zwei Monate nach der Katastrophe werde die Identifizierung der Toten immer schwieriger, weil die Leichen im Zustand fortgeschrittener Verwesung seien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)