3. Mai 2011 11:51 Uhr
Und jetzt noch der tägliche Blick ins Lexikon: diesmal unter K wie Kokkolithen. Das sind winzige und längst abgestorbende Meeresalgen. Weil sich diese Algen aber zu Lebzeiten eine Schale aus Kalk aufbauen, sind ihre Überreste ziemlich haltbar. Unmengen von Kokkolithen finden sich deshalb zum Beispiel in Tiefseeschlamm. Unter dem Mikroskop sehen sie aus wie winzige Scheibchen. Das Wort stammt aus dem Griechischen, "kokkos" bedeutet Korn, und "lithos" Stein. Auch uraltes Gestein enthält viele Kokkolithen, Kreidegestein zum Beispiel, das sich vor mehr als 70 Millionen Jahren gebildet hat. Aus solchen kokkolithhaltigen Kreidefelsen bestehen unter anderem die Steilküsten von Rügen, der Normandie und Cornwall.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)