3. Mai 2011 16:33 Uhr
Wir waren Passfälschungsexperten - und zwar aufgrund unseres Studiums. Das sagte der Maler und Filmarchitekt Eberhard Matthies über sich und einige andere West-Berliner Studenten, die in den 60er Jahren Menschen bei der Flucht aus der DDR halfen. Die Studenten gingen auf die Charlottenburger Meisterschule für Grafik, Druck und Werbung, die heutige Universität der Künste. Matthies erklärte, seine Gruppe hätte sich nach dem Mauerbau das Ziel gesetzt, Menschen bei der Flucht zu unterstützen.
In einem Fall seien gleich mehrere Personen durch die Kanalisation in der Bernauer Straße in den Westen geholt worden. Die Studenten besorgten sich vorher illegale Karten des Abwassersystems. Den Weg erforschten sie, indem sie in Ost-Berlin rote Teerfarbe ins Abwasser schütteten und warteten, bis sie auf der Westseite ankam.
Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 von der DDR-Regierung gebaut, um ihre Bürger von der Flucht in den Westen abzuhalten. Am 9. November 1989, auf dem Höhepunkt der DDR-Revolution, fiel die Mauer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)