4. Mai 2011 06:55 Uhr
Der Ritter rettet die hilflose Prinzessin, der tapfere Krieger besiegt den bösen Drachen. So lautet das klassische Männerbild in den bekannten Märchen. Und nicht nur dort. Auch in den meisten anderen Kinderbüchern gibt es geschlechtsspezifische Diskriminierung. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Florida State University hervor. Sie haben knapp 6.000 Bücher ausgewertet, die zwischen 1900 und dem Jahr 2000 erschienen sind. Ihr Ergebnis: Es gibt deutlich mehr Hauptfiguren, die männlich sind. Im Fachmagazin "Gender and Society" schreiben die Wissenschaftler, dass es während des vergangenen Jahrhunderts, trotz zunehmender Gleichberechtigung in der Gesellschaft, so gut wie keine Veränderung der Geschlechterrollen in Kinderbüchern gegeben habe. Besonders deutlich sei das Ungleichgewicht, wenn Tiere zentrale Figur darstellten. Hier würden den Protagonisten häufig traditionelle Geschlechterrollen zugewiesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)