4. Mai 2011 11:21 Uhr

Atheistische Soldaten in der US-Armee fordern eigene "Geistliche"

In den USA fordern atheistische Soldaten eigene Seelsorger. Der Präsident des "Militärischen Verbandes von Atheisten und Freidenkern" erklärte in der "New York Times", das würde vielen Mut machen, die keiner Kirche angehören. Ein an humanistischen Werten ausgerichteter Geistlicher könne Soldaten beraten und ihnen helfen.

Laut US-Verteidigungsministerium bezeichnen sich 9.400 Uniformierte als Atheisten. Das sind mehr als Muslime und Juden. Bei einer Erhebung des Verteidigungsministeriums sagten sogar fast 300.000 Soldaten, sie gäben "keiner Religion den Vorzug."

Für die US-Armee arbeiten rund 3.000 Militärpfarrer. Den Dienstvorschriften zufolge sollen sie sich um Soldaten aller Weltanschauungen widmen. Viele Nichtgläubige beklagen aber, das sie im Alltag Druck von der christlichen Mehrheit erleben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)