4. Mai 2011 14:55 Uhr
Weil es nicht in die Luft soll, muss es in den Boden. In Brandenburg steht der Energiekonzern Vattenfall kurz davor, Kohlendioxid unterirdisch einzulagern - mit der sogenannten CCS-Technik: Carbon Dioxide Capture and Storage. Ein Tanklastwagen bringt heute die ersten 23 Tonnen flüssiges Kohlendioxid in die Kleinstadt Ketzin bei Potsdam. Dort soll das klimaschädliche CO2 in 650 Meter tiefe Gesteinsschichten eingepresst und gelagert werden. Insgesamt ist die Unterbringung von 2.000 Tonnen Kohlendioxid geplant. In Ketzin wurde zu Forschungszwecken bereits eine andere Form von CO2 in Gesteinsschichten gepresst. Vattenfall hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Kohlendioxid bei der Verbrennung von Braunkohle abgeschieden wird und nicht in die Atmosphäre gelangt. Mitte April hatte die Bundesregierung den Entwurf für ein entsprechendes Gesetz beschlossen, mit dem die CO2-Einlagerung grundsätzlich erlaubt wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)