4. Mai 2011 15:56 Uhr
Motiviert, qualifiziert und unterbezahlt. Das ist kennzeichnend für die sogenannte Generation Praktikum. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Hans-Böckler-Stiftung kommen in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass Praktikanten trotz des drohenden Fachkräftemangels immer noch als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden. Der DGB betonte, vier von fünf Praktikanten leisteten vollwertige Arbeit in den Betrieben. Nach Ansicht des DGB geht das an den Grundsätzen eines Praktikums vorbei. Ein Praktikant sei da, um zu lernen und nicht, um eine vollwertige Stelle auszufüllen. Der DGB fordert daher, Praktika im Bürgerlichen Gesetzbuch als Lernverhältnis zu definieren. Praktikanten sollten ein Recht auf einen Arbeitsvertrag und eine angemessene Vergütung haben. Laut DGB bekommen fast 40 Prozent der Hochschulabsolventen nicht sofort einen festen Job, sondern werden als Praktikanten eingestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)