5. Mai 2011 06:00 Uhr
Die Proteste gegen die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei dienen bis zu einem gewissen Grad unserer "Gewissensberuhigung". Das sagte der langjährige Leiter des Goethe-Instituts in Peking, Michael Kahn-Ackermann, im Deutschlandradio Kultur. Die chinesischen Behörden würden sich durch nichts und niemanden beeindrucken lassen, wenn sie beschlossen hätten, mit einer verhafteten Person ein Exempel zu statuieren.
Der Regimekritiker Ai Weiwei war Anfang April auf dem Pekinger Flughafen festgenommen worden. Seither fehlt von ihm jede Spur. Die chinesischen Behörden werfen ihm Wirtschaftsverbrechen vor.
In New York wurde eine Ausstellung des inhaftierten Künstlers eröffnet. Die Schau mit Tierkopfskulpturen soll später noch in vier weiteren Städten zu sehen sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)