5. Mai 2011 09:21 Uhr

Gendiagnostik: Forscher kritisieren ethnische Gruppenbildung für Riskoeinschätzung

Ist es sinnvoll, Risiken für Herz- oder Nierenkrankheiten bestimmten Ethnien zuzuordnen?

Wissenschaftler der New Yorker "Mount Sinai School of Medicine" stellen diese Vorgehensweise in Frage. In einer Studie untersuchten sie das Erbgut von 1.000 Menschen. Dabei stellten sie fest, dass die Bestimmung einer Ethnie wie die von Afro- oder Latein-Amerikanern nicht immer eindeutig ist. Mitunter fanden sie Gen-Anteile verschiedener Ethnien im Erbgut. Als Konsequenz fordern die Wissenschaftler individuelle Gen-Untersuchungen von Patienten mit gleicher Herkunft. Sie hoffen, so maßgeschneiderte Genmarker und Therapien zu entwickeln zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)