5. Mai 2011 12:25 Uhr

Kleingärtner in Russland gewähren Lebensmittelsicherheit

Für viele Russen ist die Datscha offenbar mehr als nur das Häuschen im Grünen. 69 Prozent der Russen nämlich nutzen ihre Datscha auch, um selbst Salat, Kartoffeln und Möhren zu produzieren. Das schreibt die Onlinezeitung "Russland-Aktuell". Im Krisenjahr 2009 waren es sogar 81 Prozent. Der Chef des Verbands der Moskauer Gärtner sagte, so die Zeitung, mehr als die Hälfte an frischem Obst und Gemüse in Russland stamme aus Kleingärten. Ohne sie sei die Lebensmittelsicherheit nicht gewährleistet. Jeder dritte Moskauer Haushalt hat eine Datscha, in den meisten Provinzstätten jeder vierte. Wie die Onlinezeitung schreibt, stammt die Gewohnheit, dort Lebensmittel anzubauen, aus den 1990er Jahren. Damals sei der Staat praktisch pleite gewesen und habe Lehrer, Beamte oder Rentner monatelang nicht bezahlt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)