6. Mai 2011 06:03 Uhr

Sind Massenschlachtungen wegen Maul- und Klauenseuche überflüssig?

Sind tausende Rinder, Schweine und Schafe in der Vergangenheit umsonst getötet worden? Diesen Verdacht legt eine britische Studie nahe, die sich mit der Maul- und Klauenseuche beschäftigt. Das ist eine hochansteckende Virusinfektion, die Paarhufer befällt. Gibt es einen einzigen bestätigten Fall, muss meist die ganze Herde geschlachtet werden, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Wissenschaftler von der Universität Edinburgh haben nun herausgefunden, dass ein infiziertes Tier nur halb so lange ansteckend ist wie bisher gedacht: nämlich nur etwa anderthalb Tage und auch erst dann, wenn die ersten Symptome bereits aufgetreten sind.

Die Forscher schließen daraus, dass Massenschlachtungen in Zukunft verhindert werden könnten. Vorausgesetzt, es würden Methoden entwickelt, die Maul- und Klauenseuche noch vor ihrem Ausbruch zu diagnostizieren. Dann, so schreiben die Forscher in "Science", könnten die infizierten Tiere rechtzeitig isoliert werden und die Gefahr wäre gebannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)