6. Mai 2011 07:51 Uhr
Wie wirkt sich der Klimawandel auf die weltweiten Ernten aus? Dieser Frage sind Wissenschaftler der US-Universitäten Stanford und Columbia nachgegangen. Im Fachmagazin "Science" schreiben sie, dass die erhöhten Temperaturen die Getreideernten weltweit belasteten. Die Erträge von Weizen und Mais seien deutlich niedriger, als es ohne den Klimawandel möglich gewesen wäre. Die Lebensmittelpreise seien dadurch um über sechs Prozent gestiegen. Zwar ermögliche der Fortschritt heute insgesamt sehr viel höhere Ausbeuten, aber zehn Jahre Klimawandel hätten den gleichen Effekt wie ein Rückschlag im Technologiegewinn um etwa ein Jahr. Bei Sojabohnen und Reis sieht die Lage nach Angaben der Forscher allerdigs anders aus. In einigen kälteren Ländern habe der Klimawandel die Reisernte sogar verbessert. Dies liege daran, dass Reis relativ hohe gleichbleibende Temperaturen benötige.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)