6. Mai 2011 08:27 Uhr
Die Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche" wirft dem Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung unverantwortliche Experimente mit Mäusen vor. HZI-Mitarbeiter würden bei Mäusen Löcher in den Blinddarm stechen und so schmerzhafte Bauchfellentzündungen mit Blutvergiftungen verursachen. Außerdem riefen sie bakterielle Lungenentzündungen und Hautinfektionen bei den Tieren hervor. Die Mäuse rängen oft mehrere Tage mit Fieber, Apathie und Abmagerung, bis sie an Organversagen stürben. Die Versuche seien grausam und die Ergebnisse für den Menschen "wissenschaftlich nutzlos".
Das HZI widersprach der Darstellung teilweise. Das Modell einer Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung sei niemals durchgeführt worden. Die Versuche zu Lungenentzündungen und Hautinfektionen habe es zwar gegeben, die Tiere würden aber nicht willkürlich gequält. Vielmehr handle es sich um Modelle für schwere Erkrankungen des Menschen, durch die neue Medikamente entwickelt werden sollen.
Die Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche" lehnt Tierversuche aus ethischen Gründen ab. Nach eigenen Angaben engagiert sich der Verein für eine humane Forschung, die sich am Menschen orientiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)