6. Mai 2011 08:53 Uhr
Kritisches Denken wird ausgeschlossen! So beschreibt die "Süddeutsche Zeitung" die Richtung des Katholizismus in Deutschland. Die katholische Kirche bewege sich weg von der Aufklärung, und hin zu einer Unbedingtheit im Glauben. Als Beispiel nennt die Zeitung ein Interview des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller. Er forderte vergangene Woche, dass sich Protestanten von einer Äußerung Luthers distanzieren sollten, nach der der Papst den Antichrist, also den Teufel verkörpere. Die Aussage ist bald 500 Jahre her.
Überhaupt, so schreibt die "SZ", gebe es in der katholischen Kirche einen Wandel der "Corporate Identity", also ihrer Identität. Katholiken sollten sich mehr Gott und erst dann ihren Mitmenschen zuwenden. Kardinal Joachim Meisner aus Köln hätte das jüngst klar zusammengefasst, indem er sagte: "An erster Stelle steht das Gebot der Gottesliebe, dann kommt das der Menschenliebe."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)