6. Mai 2011 10:26 Uhr

Roboter-Doppelgänger scheitern am "uncanny valley"

Es war ein eher bizarres Treffen. Letzten Monat organisierte das "Advanced Telecommunications Research Institute" in Japan eine Tea-Party für drei Menschen und ihre Roboter-Doppelgänger. Dabei war auch der japanische Wissenschaftler Hiroshi Ishiguro, der die extrem realistischen Roboter erfunden hat. Der "Telegraph" berichtet jetzt darüber, dass die Doppelgänger den Effekt des "uncanny valley" nicht überschreiten konnten. So wird ein Phänomen genannt, in dem es darum geht, wie Menschen auf künstliche Figuren reagieren. Die Akzeptanz wird nicht, wie man erwarten könnte, bei größerem Realismus immer höher, sondern bricht ab einem gewissen Punkt ein. Ein zu realistischer Roboter löst bei Menschen eine Art Ekel aus. Erst, wenn der Roboter gar nicht mehr von Menschen zu unterscheiden ist, steigt die Akzeptanz wieder an.

Die drei Doppelgänger in Japan schafften das laut der Zeitung nicht. Die Robotik sei noch nicht so weit, das "unheimliche Tal" zu durchschreiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)