6. Mai 2011 12:51 Uhr
Alles nur ein Rechenfehler?
Es gibt offenbar viel weniger arme Kinder in Deutschland als bisher angenommen.
Das berichtet die "Financial Times Deutschland". Demnach mussten Statistiken des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW, massiv nach unten korrigert werden.
Statt bei 16,3 Prozent, wie 2009 von der OECD angegeben, lag der Anteil armer Kinder tatsächlich nur bei zehn Prozent. Die OECD hatte sich damals auf Daten des DIW bezogen. Experten des DIW räumten jetzt ein, dass sie ihre Rohdaten zunächst fehlerhaft aufbereitet hätten.
Die Statistik zur Kinderarmut hatte 2009 für Aufregung im Bundestagswahlkampf gesorgt. Nach deren Veröffentlichung hatten Politiker aus fast allen Parteien versprochen, mehr für Kinder in prekären Verhältnissen zu tun.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)