9. Mai 2011 06:23 Uhr

Strahlenschutz-Experte Pflugbeil kritisiert die UNO

Die UNO verharmlose die Folgen der nuklearen Katastrophe von Tschernobyl. Diesen Vorwurf erhebt der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, in der "Märkischen Oderzeitung". Der Physiker meint, die Vereinten Nationen hätten nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl versucht, die Zahl der Opfer herunterzuspielen. Die UNO wolle mit dem Thema abschließen und übe Druck aus, die Gruppe der medizinisch überwachten Menschen zusammenzustreichen. Das sei seiner Ansicht nach kriminell.

Pflugbeil kritisiert auch einen mangelhaften Katastrophenschutz. Nicht nur in Japan habe ein wirksames Krisenkonzept für die Bewältigung eines Atomunfalls gefehlt. Auch in Deutschland hätten Übungen gezeigt, dass ein erschreckendes Ausmaß an Ahungslosigkeit herrsche.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)