9. Mai 2011 06:30 Uhr
Sicherheitsexperten halten die Volkszählung im Internet für unsicher. Laut dem IT-Nachrichtenportal Golem.de werden die Daten für den Zensus offenbar nicht in jedem Fall verschlüsselt. Der Experte Jan Schejbal kritisiert, dass Nutzer, die die Befragung online machen wollten, den zuständigen Server zunächst über eine gewöhnliche HTTP-Verbindung aufrufen würden. Dabei könne es zu Manipulationen von Hackern kommen. Darauf lasse zumindest der bisher veröffentlichte Musterfragebogen schließen.
Schejbal hatte vor einiger Zeit bereits auf Sicherheitslücken beim elektronischen Personalausweis aufmerksam gemacht. Er empfiehlt der Zensuskommission, von Anfang an eine verschlüsselte Verbindung zu nutzen. Sie ist in der Adresszeile des Browsers durch das Kürzel HTTPS zu erkennen.
Die deutschlandweite Volkszählung beginnt heute. Ab morgen können Fragebögen auch online ausgefüllt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)