9. Mai 2011 08:27 Uhr

Leiter der Deutschen Schule in Tokio: "Katastrophe ist nicht vorbei"

"Die Katastrophe wird auch in der kommenden Zeit Thema im Unterricht sein. Sie ist ja nicht dadurch vorbei, dass nun die Schule wieder öffnet". Das sagt der Leiter der Deutschen Schule in Tokio, Michael Szewczyk, in der "Süddeutschen Zeitung". Die Schule war seit dem Erdbeben am 11. März geschlossen, heute beginnt dort wieder der Unterricht.

Szewczyk meint, viele internationale Bildungseinrichtungen hätten auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima anders reagiert als japanische, die häufig weiter geöffnet waren. In Deutschland sei das Risiko anders eingeschätzt worden. Außerdem hätten viele Eltern mit ihren Kindern das Land verlassen. Nur etwa 100 Schüler seiner Schule seien die ganze Zeit in Japan geblieben. Der Doppeljahrgang der Klassen 12 und 13 sei derzeit komplett in Köln und mache dort an einer Schule Abitur, die Japanisch als Abiturfach anbiete.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)