9. Mai 2011 12:23 Uhr

Necla Kelek kritisiert Migrationsforschung in Deutschland

Gegen die Allmacht der institutionalisierten Migrationsforschung in Deutschland komme niemand an. Diese Meinung vertritt die Soziologin Necla Kelek in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Sie meint, in Deutschland gebe es ein "Kartell der staatlich alimentierten Migrationsforschung". Kritische Fragestellungen seien tabu, es herrsche ein common sense darüber, was und wie geforscht werde.

Konkret kritisiert Kelek den Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration und seinen Vorsitzenden Klaus J. Bade, der jedes Jahr ein Gutachten herausgibt. Kelek schreibt, die Studie mit dem Titel "Migrationsland Deutschland" sei in diesem Jahr besonders positiv ausgefallen. Allerdings seien dafür hauptsächlich Menschen mit Migrationshintergrund befragt worden. Deshalb sei sie nicht repräsentativ. Necla Kelek ist Islamkritikerin. Sie veröffentlichte unter anderem das Buch "Die fremde Braut" über Zwangsverheiratungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)