10. Mai 2011 15:53 Uhr

Phosphor-Recycling wird in Bayern getestet

Er ist für Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswichtig: Phosphor. Vor allem die Landwirtschaft kann auf den Rohstoff nicht verzichten. Denn nur mit Phosphor-Dünger gedeihen die Pflanzen wirklich gut. Die Phosphorvorkommen auf der Welt sind aber endlich: Schätzungen zufolge reichen die Reserven an Phosphat- gesteinen weltweit nur noch rund 100 Jahre. Experten warnen, dass ein Mangel an Phosphor eine weltweite Lebensmittelkrise auslösen könnte. Sie hoffen auf neue Recyclingtechnologien, um den Rohstoff aus Abwasser zurückzugewinnen.

Das Karlsruher Institut für Technologie hat solch eine Methode jetzt entwickelt. Ab morgen soll sie in der bayerischen Stadt Neuburg testweise im Klärwerk eingesetzt werden. Die Karlsruher Wissenschaftler äußern sich optimistisch. Ihren Angaben zufolge lässt sich der recycelte Phosphor ohne weitere Aufbereitung als Düngemittel einsetzen. In der Pilotphase soll nun getestet werden, wie viel Phosphor tatsächlich aus dem Abwasser zurückgewonnen werden kann.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)