11. Mai 2011 06:55 Uhr
Träume sind käuflich. Das gilt jetzt offenbar auch für den Traum, an britischen Eliteunis wie Cambridge oder Oxford zu studieren. Die Regierung will dort nämlich Studienplätze einführen, für die zusätzlich bezahlt werden muss. Der zuständige Staatssekretär sagte jedoch auch: Entscheidend bleibe die Fähigkeit zu lernen, nicht die Fähigkeit zu zahlen.
Laut der Regierung sind die Plätze vor allem für Bewerber gedacht, deren Karriere vom Arbeitgeber oder Sozialeinrichtungen vorangetrieben wird. Sie müssten dann die erhöhten Gebühren zahlen, so wie jetzt schon ausländische Bewerber: Ein Medizinstudium beispielsweise kostet rund 32.000 Euro im Jahr.
Nicht geklärt ist, wie ausgeschlossen werden soll, dass Kinder reicher Eltern sich einen Studienplatz erkaufen können. Die Bildungsgewerkschaft UCU kritisierte, Großbritannien riskiere, in Zeiten zurückzufallen, in denen die Herkunft wichtiger war als das Hirn.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)