11. Mai 2011 08:28 Uhr
Bei unserem täglichen Blick in die Vergangenheit schauen wir nach Spanien. Heute vor 80 Jahren, am 11. Mai 1931, stürmten Spanier katholische Kirchen und Klöster. Die Gebäude wurden geplündert und in Brand gesetzt. Die Bürger wollten damit ihren Zorn darüber ausdrücken, dass die katholische Kirche die Monarchie jahrhundertelang unterstützt hatte. Der spanische König Alfons XIII. war einen Monat zuvor nach einer Niederlage bei den Wahlen und einem klaren Sieg der Republikaner ins Exil gegangen.
Nach den landesweiten Protesten schaffte die linke Regierung Spaniens die Privilegien von Adel und Kirche ab. In der Verfassung der Zweiten Spanischen Republik vom Dezember 1931 wurde außerdem die Trennung von Kirche und Staat festgeschrieben. Scheidung und Zivilehe wurden erlaubt. Frauen erhielten das Wahlrecht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)