11. Mai 2011 15:23 Uhr

Studie: Atomkraftwerkbetreiber sind nicht ausreichend gegen Risiken versichert

Bei einer Atomkatastrophe in Deutschland könnte ein Schaden in Höhe von rund 6000 Milliarden Euro entstehen. Das hat eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energien ergeben. Um diese Summe im Schadensfall tatsächlich allein zu tragen, sind die AKW-Betreiber laut dem Verband aber nicht ausreichend versichert. Gedeckt seien Entschädigungsleistungen nur bis zu einer Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Würde die volle Summe versichert, müssten die Preise für Atomstrom etwa um das Zehnfache steigen. Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken sagte, die Studie belege die Marktverzerrung zugunsten der Kernenergie. Volkswirtschaftlich betrachtet sei Atomkraft nicht konkurrenzfähig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)