12. Mai 2011 10:21 Uhr
Man sieht es am Fall Karl-Theodor zu Guttenberg: Wer geistiges Eigentum ins Internet stellt, muss damit rechnen, dass es genutzt wird - unentgeltlich und manchmal ohne Angabe der Quelle. Sei es nun ein Text, Audiofile oder Film. Wie Urheberrechte im Netz besser geschützt werden könnten, darüber macht sich auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Gedanken. Bei "DRadio Wissen" erteilte sie pauschalen Vergütungssystemen aber eine Absage. Eine Kultur-Flatrate oder Kulturwertmark nannte sie problematisch. Dabei müssten die Internetnutzer pauschal eine Abgabe zahlen, die dann auf die Urheber verteilt würde. Aus Sicht von Leutheusser-Schnarrenberger hätte das mit dem in Deutschland verankerten Urheberrecht nicht mehr viel zu tun.
Sie wolle aber am Urheberrecht festhalten und erreichen, dass geistiges Eigentum wieder mehr geschätzt werde. Dafür sei Aufklärung nötig, und zwar schon in den Schulen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)