12. Mai 2011 12:51 Uhr
Der Patient hatte über schmerzhaften Husten geklagt. Ärzte entdeckten dann eine Akupunktur-Nadel in seiner Lunge. Der Fall des ehemaligen Präsidenten Roh Tae-Woo hat in Südkorea nun eine Diskussion um die Zulassung von Naturheilkundlern ausgelöst. Eine Sprecherin des Naturmediziner-Verbandes sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein ausgebildeter Arzt hätte eine Nadel niemals bis in die Lunge gestochen. Sie kritisierte, dass viele schlecht oder gar nicht ausgebildete Scharlatane ihr Unwesen mit der Akupunktur trieben. Der aktuelle Fall müsse aufgeklärt werden, damit die Koreaner nicht das Vertrauen in die Medizin verlören. Die Akupunktur wird in Asien seit Jahrhunderten angewandt. Auch in Deutschland zahlen Krankenkassen die Behandlung mit den Nadeln zum Beispiel bei chronischen Rückenschmerzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)