12. Mai 2011 15:51 Uhr
Deutschlands Schulsystem gilt als ungerecht - wenn ein Schüler aus einem bildungsfernen Elternhaus stammt, geht er deutlich seltener aufs Gymnasium.
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat nun untersucht, wie man begabte Kinder aus dieser Schicht mit Stipendienprogrammen besser fördern kann. Nach Ansicht der Autoren reicht finanzielle Förderung nicht aus. Wichtiger sei die ideelle Förderung, also dass zum Beispiel Mentoren die Kinder zu Abitur und Studium motivierten. Oder Kurse, in denen die Stipendiaten Arbeitstechniken wie Zeitmanagement lernten.
Die Stipendienprogramme seien hilfreich - aber derzeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so die Autoren. Es gebe noch viel mehr schlummernde Talente unter den Kindern - und für die Wirtschaft der Zukunft sei es wichtig, diese auch zu entdecken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)