15. Mai 2011 08:23 Uhr
Die Sanierung des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen dauert länger als geplant und wird auch teurer. Ein Sprecher der einstigen Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut sagte zwar, rund 20 Jahre nach dem Ende des DDR-Uranbergbaus seien ein Großteil der rund 1.400 Projekte erledigt. Das Unternehmen werde aber auch nach 2020 zu tun haben. Die Kosten der Sanierung des Uranbergbaus erhöhten sich auf rund sieben Milliarden Euro. In der DDR hatte sich die Wismut bis 1990 zum drittgrößten Förderer von Uran weltweit entwickelt. Ihre Produktion war die Grundlage der sowjetischen Atomindustrie - und der atomaren Aufrüstung der UdSSR. Beim Uranabbau erkrankten tausende Arbeiter etwa an Lungenkrebs, der durch Strahlung hervorgerufen wurde. Ende 1990 stellte die Sowjetunion den Import von Uran aus Deutschland vollständig ein. Seitdem arbeitet die Wismut an der Sanierung ihrer eigenen Altlasten. Viele bergwerke wurden beflutet. Das wasser dort ist teilweise belastet und muss behandelt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)