16. Mai 2011 06:53 Uhr

Diskussion um Vernichtung von Pocken-Erregern

Sie sind eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt: die Pocken. Trotzdem werden Pocken-Erreger an zwei Orten auf der Welt künstlich am Leben erhalten - in den USA und Russland. Heute beginnt die Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO, bei der unter anderem darüber diskutiert wird, die gefährlichen Erreger zu vernichten. Zwar haben sich die Mitgliedstaaten der WHO bereits 1996 darauf verständigt, die Restbestände zu zerstören. Umgesetzt wurde dies aber nicht: Wissenschaftler sollten so die Möglichkeit bekommen, weitere Medikamente zu entwickeln. Dieses Ziel ist bereits erreicht. Es gibt zwei Impfstoffe - und ein dritter ist in Entwicklung.

Die Wissenschaftswelt bleibt geteilter Meinung. Das renommierte Magazin "Nature" sprach sich in einem Leitartikel gegen die Zerstörung der letzten Bestände aus. Wissenschaftler müssten weiterhin die Möglichkeit haben, zu experimentieren, auch um im Fall eines Angriffs mit biologischen Waffen gewappnet zu sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)