16. Mai 2011 07:21 Uhr

Eurovision Song Contest so weit östlich wie nie

So weit östlich hat der Eurovision Song Contest noch nie stattgefunden: Aserbaidschan darf ihn im nächsten Jahr austragen.

Das Land im Kaukasus liegt auf der Schwelle zwischen Europa und Asien - am Kaspischen Meer, östlich der Türkei. Aserbaidschan lebt vor allem von Öl und Gas, das mehr als 85 Prozent der Exporte ausmacht. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Hauptstadt Baku deswegen zu einer der reichsten Städte der Welt.

In dem muslimisch geprägten Land leben etwa neun Millionen Einwohner. Es wurde 1991 von der Sowjetunion unabhängig. Die EU beklagt allerdings mangelnde Demokratie in Aserbaidschan. So darf die Arbeit von Medien eingeschränkt werden - mit der Begründung des "Missbrauchs der Redefreiheit". Journalisten dürfen Fotos und Videos auch von Politikern nicht ohne deren Einwilligung veröffentlichen. Konflikte gibt es um die Region Berg-Karabach. Sie ist mehrheitlich von Armeniern bewohnt und erklärte sich 1991 unabhängig, wird aber weltweit nicht anerkannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)