16. Mai 2011 13:52 Uhr
Wörter wie "blond" oder "Schwägerin" sollen in der Türkei bald nicht mehr Bestandteil von Internetadressen sein dürfen. Diese und andere Änderungen plant die türkische Regulierungsbehörde BTK. Sie will auch erreichen, dass jeder, der ins Internet geht, sich erst einmal mit einem Passwort anmeldet. Viele Nutzer sehen darin Möglichkeiten zur Zensur und protestieren gegen die Pläne. In rund 40 Städten gingen am Wochenende Türken auf die Straße. In Istanbul waren es nach einem Bericht des Wall Street Journal rund 5.000 Demonstranten. Bürgerrechtsorganisationen haben die Türkei in der Vergangenheit mehrfach für ihren Umgang mit dem Internet kritisiert. Die Regierung hatte tausende Webseiten sperren lassen. Häufig betroffen war etwa das Portal "Youtube", weil dort Videos zu sehen waren, die angeblich den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk verunglimpften.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)