16. Mai 2011 17:32 Uhr
50 Jahre ist es her, dass das Beruhigungsmittel Contergan vom Markt genommen wurde. Und noch heute haben Geschädigte mit den Folgen zu kämpfen. Das Medikament des Aachener Herstellers Grünenthal war von 1957 bis 61 rezeptfrei erhältlich und löste bei Neugeborenen schwere Fehlbildungen aus. Viele Betroffene haben zum Beispiel keine Arme. Nordrhein-Westfalen will jetzt die Folgeschäden wissenschaftlich untersuchen lassen, etwa Zahnprobleme bei Menschen, die ihr Leben lang viele Tätigkeiten mit dem Mund ausführen mussten. Die Studienergebnisse der Rhein-Sieg-Klinik und der Universität zu Köln sollen in zwei Jahren vorliegen. Laut Gesundheitsministerin Barbara Steffen geht es um eine Bestandsaufnahme, um die rund 800 Betroffenen in NRW beim Älterwerden zu unterstützen. Eine ähnliche Studie läuft bereits bundesweit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)