17. Mai 2011 10:20 Uhr
Wir schauen ins Herkunftswörterbuch. Aus aktuellem Anlass und Blick auf die Euro-Staaten heute zum Begriff "Schulden". Das althochdeutsche Verb "sculdon" bedeutet, sich etwas zuzuziehen oder es zu verdienen, also, sich "schuldig" gemacht zu haben. Im Mittelalter tauchte das Verb "schulde" oder "schult" auf. Es bezeichnete die rechtliche Verpflichtung zu einer Leistung, also eine Abgabe, eine Strafe oder ein Dienst. Es bestand also eine "Verpflichtung zur Buße". Seit dem 17. Jahrhundert wird der Ausdruck "Schuld haben" oder "schuld sein" gebraucht. Auch die "Entschuldigung" und die "Unschuld" stammen von der "Schuld" ab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)