17. Mai 2011 10:50 Uhr

Experten: Bin Laden entging Terror-Fahndern trotz Email-Kontakt

Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat offenbar zahlreiche Emails verschickt, ohne dass die US-Geheimdienste ihn orten konnten. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP und beruft sich auf Mitarbeiter der Terrorabwehr und einen zuständigen Ermittler. Demnach bediente sich bin Laden einer simplen Methode: Er schrieb seine Nachrichten auf einem Computer ohne Internetanschluss und speicherte sie auf einem USB-Stick. Dann fuhr ein Kurier in ein weit entferntes Internet-Café, von wo aus sie abgeschickt wurden. Die Fahnder in den USA hatten laut der Informanten eine solche Methode vermutet, allerdings seien sie nicht von Email-Kontakten in einem solchen Umfang ausgegangen, wie er jetzt festgestellt wurde. Die Kommando-Einheit soll rund einhundert Sticks in bin Ladens Haus sichergestellt haben. Die Auswertung der Daten habe ergeben, dass bin Laden deutlich länger in Al-Kaida-Aktivitäten involviert war, als bisher vermutet wurde. Über Internetprovider wollen die Ermittler jetzt weiteren Al-Kaida-Mitgliedern auf die Spur kommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)