18. Mai 2011 13:09 Uhr

Wirtschaftswissenschaftler: Stabile Staatsschulden kommen vor Schuldenabbau

Lieber die Staatsschulden erst einmal stabil halten, als sie abzubauen. Dieser Meinung ist der Wirtschaftswissenschaftler Michael Bräuninger vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. Hier bei DRadio Wissen sagte Bräuninger, da das Staatseinkommen stetig steige, würden konstante Staatsschulden dann im Vergleich geringer. Ein Anheben der Schuldenobergrenze, wie jetzt in den USA geplant, sei bei steigendem Einkommen sinnvoll. Zu hohe Schulden seien allerdings insofern schlecht, als dass dann die Steuereinnahmen zunehmend für die Zinsen ausgegeben werden müssten.

Die USA hatten Anfang der Woche die vom Kongress festgelegte Schuldengrenze von 14,3 Billionen Dollar erreicht, jetzt darf kein frisches Geld mehr geliehen werden, sollte die Schuldengrenze nicht angehoben werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)