19. Mai 2011 09:55 Uhr
"Eine Belastung für die deutsch-chinesischen Beziehungen."
Als solche bezeichnete der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, die Inhaftierung des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei. Der FDP-Politiker kritisierte nach fünftägigen Gesprächen in Peking eine spürbar verschärfte Repression in China sowie einen Mangel an Rechtsstaatlichkeit im Umgang mit Ai Weiwei. Der 53-Jährige werde einfach ohne Zugang zu einem Anwalt an einem unbekannten Ort festgehalten.
Aus Sicht von Löning ist die Summe der Ereignisse schwierig für die Beziehungen beider Länder. Er nannte in diesem Zusammenhang auch die Inhaftierung von Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo und die Verweigerung des Visums für den China-Kenner Tilman Spengler, der mit Außenminister Guido Westerwelle nach China reisen wollte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)