19. Mai 2011 10:38 Uhr

Zensus: Mögliche Nachteile für Universitätsstädte

Die Volkszählung könnte für Uni-Städte schwere Folgen haben. Das vermuten Statistiker mit Blick auf die Zählung von 1987. Schon damals kamen die Studentenstädte nicht gut weg. Göttingen war beispielsweise um fast 20.000 Einwohner geschrumpft. Der Grund: Studenten ziehen häufig um, deshalb ist die Fehlerquote für sie in den Bevölkerungsstatistiken besonders hoch. Davon könnten diesmal zum Beispiel Heidelberg, Göttingen, Münster oder auch Stuttgart betroffen sein. Nach Angaben der Nachrichtagentur dpa stelle man sich in der Hauptstadt Baden-Württembergs schon jetzt darauf ein, demnächst 40.000 Einwohner weniger zu zählen. Das kann die Stadt um rund eine halbe Million Euro Steuerzuweisungen bringen. Denn für jeden Einwohner bekommen die Kommunen Steuergelder zugeteilt - je nach Bundesland teilweise mehr als 1000 Euro. Für den derzeit laufenden Zensus werden seit dem 9. Mai Daten erhoben. Etwa jeder zehnte Deutsche wird befragt, außerdem werden Daten aus Melderegistern verwendet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)